Impuls 14 von 40: Nicht jeder Datentransfer ist gleich teuer. Dieselbe Datei, über verschiedene Verbindungswege übertragen, erzeugt sehr unterschiedliche CO₂-Mengen – abhängig davon, wie das Signal reist.
Die Reihenfolge ist klar: Glasfaser schlägt DSL, DSL schlägt WLAN, WLAN schlägt 4G, 4G schlägt 5G in der Effizienz – zumindest was den Energieverbrauch pro übertragenem Gigabyte angeht. 5G ist effizienter als 4G, aber immer noch ein Vielfaches schlechter als Kabel. Je nach Studie liegt der Faktor zwischen 5 und 20.
Warum schwacher Empfang besonders schlimm ist
Ein oft übersehener Faktor: Signalstärke. Ein Mobilgerät in einem Gebäude mit schlechtem Empfang erhöht seine Sendeleistung automatisch, um die Verbindung aufrechtzuerhalten. Derselbe Download, der bei vollem Empfang bereits energieintensiv ist, verbraucht bei zwei Balken ein Mehrfaches. Das Gerät kämpft gegen die Dämpfung – auf Kosten des Akkus und des Stromnetzes.
Wer im Büro oder zuhause große Datenmengen überträgt und dabei auf Mobilfunk setzt, wählt also nicht nur den teureren Weg in Euros, sondern auch den energetisch schlechtesten.
Vier Situationen, in denen LAN oder WLAN konsequent besser ist:
- Software-Updates: Betriebssystem und Apps immer im Festnetz laden – Updates sind oft mehrere Gigabytes groß
- Cloud-Backups: iCloud, Google Drive, OneDrive – Backups nachts im WLAN laufen lassen, nicht tagsüber über Mobilfunk
- Große Uploads: Videos, RAW-Fotos, Präsentationen – immer über Kabel oder WLAN
- Streaming-Downloads: Serien und Filme für unterwegs zuhause im WLAN vorladen statt unterwegs streamen
Der Glasfaser-Vorteil
Glasfaser überträgt Daten als Lichtimpulse – mit extrem geringem Widerstand und minimalem Energieverlust. DSL über Kupferkabel erzeugt deutlich mehr Wärme durch elektrischen Widerstand. WLAN verliert Signalstärke durch die Luft. Mobilfunk muss Signale über Basisstationen routen, die selbst Strom verbrauchen.
Wer Glasfaser hat und für große Transfers ein LAN-Kabel anschließt, nutzt den effizientesten verfügbaren Übertragungsweg. Das ist keine exotische Maßnahme – ein LAN-Kabel am Laptop kostet wenige Euro.
Die Frage vor jedem großen Transfer lautet: Muss das jetzt, oder kann ich das im WLAN oder LAN erledigen? Diese eine Frage, zur Gewohnheit gemacht, spart Energie ohne jeden Komfortverzicht.
Dieser Tipp ist Teil meiner Serie Digitalfasten ohne Verzicht – 40 Impulse zur Fastenzeit 2026: Zum LinkedIn-Post
