Google hat gerade erklärt, wie man Websites für KI-Agenten baut. Ich habe mir die Liste durchgelesen – und bei jedem Punkt genickt. Semantisches HTML. Saubere DOM-Struktur. Kein JavaScript-Wildwuchs. Gute Alt-Texte. Stabile, vorhersehbare Layouts.
Das ist nachhaltiges Webdesign. Mit anderem Etikett.
Was KI-Agenten sehen – und was sie brauchen
KI-Agenten navigieren Websites nicht wie Menschen. Sie lesen das HTML, analysieren den Accessibility-Tree oder werten Screenshots aus. Was für sie gut funktioniert: klare Struktur, semantische Auszeichnung, Inhalte die ohne JavaScript zugänglich sind. Was schlecht funktioniert: überladene DOMs, Hover-Zustände, JS-abhängige Inhalte, div-Suppe ohne Bedeutung.
Wer jemals eine Website auf Nachhaltigkeit optimiert hat, kennt diese Liste. Schlankes HTML spart Datenvolumen. Kein ungenutztes JavaScript bedeutet weniger Rechenaufwand. Semantische Tags entlasten den Browser. Gute Alt-Texte und saubere Struktur kommen Screenreadern und KI-Agenten gleichermaßen zugute.
Nachhaltigkeit und KI-Tauglichkeit sind zwei Seiten derselben Medaille.
Was ich bei datensm.art berücksichtigt habe
Als ich datensm.art auf Nachhaltigkeit optimiert habe, war der erste Schritt: alles entfernen, was keine Funktion erfüllt. Semantisches, valides HTML5. Überflüssiges CSS raus. Kein JavaScript ohne konkreten Nutzen. Saubere Überschriftenhierarchie. Alt-Texte für jedes Bild. Das Ergebnis war eine schnelle, schlanke Website – und, wie sich jetzt zeigt, eine, die auch für KI-Agenten problemlos lesbar ist.
Ich habe das nicht für KI-Agenten gebaut. Ich habe es für Menschen, für Suchmaschinen und für das Klima gebaut. Dass es für Agenten genauso funktioniert, ist kein Zufall – es ist nur die logische Folge von sauberem Handwerk.
Die SEO-Welt entdeckt altes Handwerk neu
Die Reaktion auf Googles Empfehlungen war vorhersehbar: neue Begriffe, neue Checklisten, neue Beratungsangebote. „Agent Optimization" als eigene Disziplin entsteht gerade vor unseren Augen. Ich finde das ehrlich gesagt amüsant. Was da als neue Anforderung verkauft wird, ist im Kern dasselbe, was barrierefreies und nachhaltiges Webdesign seit Jahren fordert.
Der Unterschied: Die KI gibt dem Thema Rückenwind, den es vorher nicht hatte. Wenn Unternehmen ihre Websites jetzt für Agenten optimieren – und dabei zufällig schneller, leichter und barrierefreier werden – ist das ein Gewinn für alle.
Quellen: Agent-freundliche Websites erstellen – web.dev · Google empfiehlt, wie man Websites für KI-Agenten erstellt – seo-suedwest.de
