Sind PDF-Dateien nachhaltig?

Milliarden PDF-Dokumente - fast keine davon barrierefrei - sind im Internet verfügbar und finden auch oft den Weg in den Google-Index. Warum? Weil es sooo bequem ist … aber leider ist es nicht nachhaltig. In dieser Episode geht es um folgende Fragen: Gibt es keine besseren Optionen? Ist das gut für die Suchmaschinenoptimierung? Gehören PDF-Dateien in den Google-Index? Wie lässt sich das Datenvolumen von PDF-Dateien reduzieren? Welche rechtlichen Probleme drohen in naher Zukunft?
Shownotes:
Das stille Datenvolumen
Kein CO₂-Kalkulator erfasst PDF-Dateien. Sie werden weder gecrawlt noch in die Schätzung einbezogen. Dabei kann eine einzige PDF-Datei das 10- bis 20-fache Datenvolumen einer vergleichbaren HTML-Seite haben.
Ich habe das für Analytic News durchgerechnet: knapp 1.000 PDF-Dateien auf dem Server, alle im Google-Index gesperrt (was ich bewusst so konfiguriert habe). Bundesregierung.de hat 12.000 PDF-Dateien im Index. Wenn die durchschnittlich 2 MB groß sind und jede auch nur 100-mal pro Monat abgerufen wird – das sind Terabytes überflüssiger Datenübertragung.
site:deinedomain.de filetype:pdf – die Zahl überrascht oft.Was du mit bestehenden PDFs tun kannst
Das Adobe Online-Tool (kostenlos, drei PDFs pro Tag) komprimiert bestehende PDFs auf etwa die Hälfte ihres Datenvolumens – ohne sichtbare Qualitätsverluste bei Texten. Das lohnt sich für alle PDFs, die regelmäßig abgerufen werden.
Mittelfristig: Überlege, ob du wichtige Inhalte als HTML-Version anbietest. Abstract als HTML-Seite, Vollversion optional als PDF-Download mit Hinweis auf Dateigröße und Format. Das verbessert gleichzeitig Barrierefreiheit und SEO.
Ein praktischer Einstieg
Lösche zunächst alle PDFs, die du selbst nicht mehr brauchst. Dann: Für neue Dokumente Webversionen mit reduzierter Auflösung (72–150 DPI statt 300 DPI für Print) erstellen. Und PDF-Dateien generell aus dem Google-Index sperren, wenn sie nicht gezielt gesucht werden sollen.