Mach mit beim digitalen Hausputz

Im Frühjahr wird seit Generationen traditionell zu Hause sauber gemacht und aufgeräumt. Im digitalen Raum gibt es mit dem Digital Cleanup Day am 16. März seit dem Jahr 2020 ein festes Datum. Ich gebe Dir in dieser Episode viele Anregungen, um Websites, Social Media, Clouds und Deine digitale Kommunikation aufzuräumen und im Idealfall große Mengen nicht mehr benötigter Daten zu löschen oder auf feste Speichermedien auszulagern. Denn das spart Strom, Ressourcen und CO₂-Emissionen.
Shownotes:
Der unsichtbare Datenberg
Gerry McGovern, IT-Berater und Autor von “World Wide Waste”, schätzt, dass bis zu 80% der Unternehmensdaten nie mehr genutzt werden. Sie liegen auf Servern, werden täglich gesichert, täglich gespiegelt, täglich mit Strom versorgt – und von niemandem mehr geöffnet.
100 Gramm CO₂ pro Gigabyte und Jahr klingt nach wenig. Bei einem mittelständischen Unternehmen mit Terabytes von ungenutzten Daten summiert sich das schnell auf Hunderte Kilogramm.
Konkrete Maßnahmen für Website-Betreiber
Fang mit drei Dingen an: Erstens, Orphan Pages finden – Seiten, die nicht mehr verlinkt sind und im Google-Index schlummern. Die Search Console zeigt sie dir. Löschen oder redirecten.
Zweitens, Crawling-Steuerung: Über 40% des Datenvolumens vieler Websites entsteht durch Bots – gute wie Google, schlechte wie Sicherheits-Scanner. Konfiguriere robots.txt sorgfältig und blockiere bekannte Bad Bots im Webserver.
Drittens, Social-Media-Accounts: Plattformen, die du nicht mehr nutzt, halten trotzdem Daten vor, generieren Bot-Traffic und liegen auf Servern. Xing ist Geschichte. X/Twitter ist für viele Unternehmen ethisch nicht mehr vertretbar. Konsequent löschen, bevor man die Daten exportiert.
Für Newsletters
Wenn jemand sich abmeldet, darf laut DSGVO nur noch die E-Mail-Adresse gespeichert bleiben – alle anderen Nutzerdaten müssen gelöscht werden. Bei den meisten Newsletter-Tools passiert das nicht automatisch. Prüfe das.