Nachhaltiges Web-Design

Digitale Nachhaltigkeit ist eine gemeinschaftliche Aufgabe unterschiedlicher Bereiche (Design, Entwicklung und SEO) und immer auch eine Frage des Mindset. In dieser Episode spreche ich mit Pia Weißenfeld über ihr Buch “Nachhaltiges Grafikdesign”, Haltung, Weiterbildung, Greenwashing und die eigene Haltung.
Shownotes:
- Nachhaltiges Grafikdesign - Das umfassende Handbuch, Pia Weißenfeld, Rheinwerk Verlag 2023*
- Informationen über die Produktion des Buchs vom Rheinwerk Verlag*
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Design als Datenproblem
Webdesign und Nachhaltigkeit werden selten im selben Atemzug genannt. Das ist ein Fehler. Design-Entscheidungen bestimmen maßgeblich, wie groß das Datenvolumen einer Website ist.
Ein einfaches Beispiel: Ein Slider auf der Startseite sieht dynamisch aus und lädt 5-10 Bilder vor – von denen die meisten Besucher nie mehr als zwei sehen. Stockfotos, die als Füller eingebaut werden, haben für die Nutzer keinen Mehrwert, kosten aber Megabytes.
Was nachhaltige Designentscheidungen bedeuten
Es geht nicht darum, auf Bilder zu verzichten. Es geht darum, sie bewusst einzusetzen: Bilder, die die Aussage der Seite unterstützen, nicht Bilder als Dekoration. Vektorgrafiken (SVG) für Logos und Icons statt JPEG. Systemschriften statt externer Schriftdateien, wo das Design es erlaubt.
Und: Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit gehen zusammen. Eine barrierefreie Website hat klare Strukturen, keine überflüssigen Animationen, gut lesbaren Text – alles Eigenschaften, die auch das Datenvolumen senken.
Für die nächste Briefing-Runde
Wenn du eine Agentur beauftragst, nenne ein konkretes Datenziel: “Die Website soll unter 1,5 MB Datenvolumen pro Seitenaufruf liegen.” Wenn die Agentur das nicht einordnen kann, ist das ein Signal. Wenn sie es sofort versteht und mitdenkt, hast du den richtigen Partner.