Du hörst diesen Podcast – und verbrauchst dabei Strom. Dein Server liefert die Seite aus – verbraucht Strom. Die Leitung dazwischen – verbraucht Strom. Wo genau entstehen diese Emissionen und wo kannst du als Website-Betreiber ansetzen?
Als ich Ende der 1990er angefangen habe, Webseiten zu bauen, tickte die Uhr bei jedem Datentransfer mit – auf der Telefonrechnung. Heute hat jeder eine Flatrate und niemand schaut mehr auf die übertragenen Megabytes. Ich schon. Was dahinter steckt.
Du testest deine Website mit einem CO₂-Kalkulator und bekommst eine Zahl. Diese Zahl kann um den Faktor 10 oder mehr falsch sein – und du weißt es nicht. Warum das Datenvolumen einer Website kein fester Wert ist, sondern von vielen Faktoren abhängt.
Was macht eine Website eigentlich nachhaltig? Die kurze Antwort: grünes Hosting und wenig Datenvolumen. Die längere Antwort umfasst Design, Technik, Botsteuerung und etwas, das ich Carbon-Aware-Design nenne.
Die Hälfte jeder Website sind Bilder. Gleichzeitig ist die Bildoptimierung das Gebiet, wo die meisten Websites noch den größten Nachholbedarf haben. Welche Formate du heute nutzen solltest – und welche du vergessen kannst.
Die Behördenwebsite hat 12.000 PDF-Dateien im Google-Index. Dein Online-Magazin hat 1.000. Manche hätten das 5- bis 20-fache Datenvolumen einer HTML-Seite. Warum PDF-Dateien oft das größte unbekannte CO₂-Problem auf Websites sind.
100 Gramm CO₂ pro Jahr – so viel kostet ein Gigabyte Daten, das einfach nur irgendwo in einer Cloud oder auf einem Server herumliegt. Daten löschen ist Klimaschutz. Wirklich.
Ich produziere diesen Podcast und frage mich dabei dieselben Fragen, die ich bei jeder Website stelle: Wie viel Daten produziere ich? Wie viel davon ist nötig? Was kann ich anders machen?
Die erste Webseite von Tim Berners-Lee hatte 3 KB HTML-Code. Ich habe sie noch einmal um 26% reduziert. Moderne Webseiten haben Megabytes davon – und meist Tausende von Fehlern. Was du dagegen tun kannst, ohne Entwickler zu sein.
Ein Interview mit einer Designerin, die nachhaltiges Webdesign nicht als Einschränkung sieht – sondern als Chance. Was Design mit CO₂-Emissionen zu tun hat und warum weniger oft mehr ist.
Eine Website, die offline geht, wenn die Sonne nicht scheint. Das Low-tech Magazine wird seit 2018 ausschließlich mit Solarstrom betrieben. Was das konkret bedeutet – und was wir alle davon lernen können.
analytik.news gibt es seit fast 25 Jahren – und war in dieser Zeit meine persönliche Testumgebung für alles, was ich heute über nachhaltige Websites weiß. Ein ehrlicher Rundgang durch Geschichte, Optimierungen und offene Baustellen.
Nahezu jede Website hat Text. Websichere Schriften sind die nachhaltigste Option, aber nicht immer möglich. Wer externe Schriften einsetzen muss, sollte das richtige Datenformat verwenden und hat auch noch weitere Möglichkeiten, das Datenvolumen zu reduzieren.
E-Mail ist das älteste Kommunikationsmittel im Netz – und noch immer eines der nachhaltigsten, wenn man es richtig einsetzt. Was bei E-Mails, Newslettern und Social Media konkret optimiert werden kann und warum Social Media per se nicht nachhaltig sein kann.
Auf der Analytica München hat mein KI-Vortrag 150 Leute angezogen – mein Vortrag zu nachhaltigen Websites gerade mal 10. Das sagt mehr über den Stand der Dinge als jede Studie. Im ersten Monatsrückblick teile ich diese Erfahrung, spannende Veröffentlichungen zu Recht auf Reparatur und Elektronik-Ökobilanzen sowie fünf Jubiläen der Internetgeschichte – vom ersten RFC über den Commodore 64 bis zu Googles Gmail.
Browser-Plugins können viel mehr als SEO-Audits. Fünf kostenlose Add-ons für Chrome, Firefox und Safari analysieren Websites auf Green Hosting, messen dein tägliches Datenvolumen live im Browser und drosseln YouTube-Videos auf sinnvolle Qualitätsstufen. Welche das sind und wie du sie einsetzt, erkläre ich in dieser Folge.
Stell dir vor, die Hälfte aller Anfragen auf deiner Website kämen gar nicht von Menschen. Welche Folgen das für die CO₂-Bilanz hat, warum die gängigen Berechnungstools hier komplett blind sind und mit welchen Mitteln Du gute von bösen Crawlern trennst, erkläre ich in dieser Folge.
Wäre das Internet ein Land, läge es bei den CO₂-Emissionen auf Platz sechs weltweit, zwei Plätze vor Deutschland. In dieser besonderen Folge teile ich als Audioversion meine Keynote über das Strom- und Ressourcenproblem des Netzes: woher es kommt, warum kaum jemand darüber spricht und was Du selbst tun kannst.
82 Folgen, fast anderthalb Tage gesamter Sendezeit, null Werbeaufträge. Das ist die ehrliche Bilanz dieses Podcasts – und ich stehe dazu. In der letzten Folge teile ich meine schmerzhaftesten Learnings, erkläre warum Also sprach Zarathustra die perfekte Titelmusik war und was ich mit dem Thema digitale Nachhaltigkeit als nächstes vorhabe.