OpenAI plant Rechenzentren, für die es fünf Kernkraftwerke bräuchte. Amazon investiert eine halbe Milliarde in Atomenergie. Google setzt auf neue Reaktoren. Und Deutschland will führend in KI werden – ohne zu wissen, woher der Strom kommen soll. Im Oktober-Rückblick außerdem: 55 Jahre Internet, 30 Jahre CSS und ein Firefox-Add-on, das überflüssige Mediendateien einfach wegblendet.
Meta hat in seinem Nachhaltigkeitsbericht 273 Tonnen CO₂ ausgewiesen – tatsächlich waren es 3,8 Millionen. Ein Faktor 19.000. Das ist kein Rechenfehler, das ist Greenwashing mit Zertifikaten. Im September-Rückblick: OMT-Auftritt vor dem größten Publikum bisher, Besuch im Hetzner-Rechenzentrum und warum ChatGPT für eine 100-Wort-Mail so viel Strom braucht wie 14 LED-Lampen eine Stunde lang.
Am 2. August 1984 wurde in Deutschland die erste E-Mail empfangen. 40 Jahre später schicken wir täglich 300 Milliarden davon – und eine Initiative will Newslettern endlich ein Verfallsdatum geben. Außerdem: ein Telekom-Datengeschenk als vergiftetes Geschenk, Bundesliga-Websites im Effizienzranking und die berechtigte Frage aus Nature, warum KI-Chatbots keine Energieetiketten haben.
175 Terabyte in 15 Minuten – weil Deutschland bei der EM einen Elfmeter nicht wahrhaben wollte. Das ist digitaler Ressourcenverbrauch in Echtzeit. Im Juli-Rückblick gibt es außerdem die carbon.txt-Datei als neuen Standard für nachhaltiges Hosting, eine Goldman-Sachs-Studie zur KI-Hype-Ernüchterung und den Erdüberlastungstag – diesmal mit einem passenden Begleittag.
Das Protokoll, das das heutige Internet trägt, wird 50 – und gleichzeitig drohen KI-Rechenzentren die Klimaziele großer Tech-Konzerne zu pulverisieren. Im Mai-Rückblick gibt es außerdem einen lesenswerten Greenwashing-Guide, einen kostenlosen CO₂-Rechner für deinen digitalen Alltag und den ersten Geburtstag meines Buchs.