Ich nutze künstliche Intelligenz beim Betrieb dieser Website. Das lege ich hier offen, freiwillig und vollständig. Denn wer über digitale Nachhaltigkeit schreibt und Greenwashing kritisiert, muss auch beim eigenen Werkzeugkasten ehrlich sein. Mein Prinzip dabei ist dasselbe wie bei allem Digitalen: Suffizienz. Ich setze KI gezielt und sparsam ein.
Der Grundsatz
KI darf bei mir mitschreiben, aber sie steht nicht für das Ergebnis gerade. Das tue ich. Themen, Thesen, Bewertungen und die Entscheidung, was veröffentlicht wird, liegen bei mir. Für jeden Satz auf dieser Seite übernehme ich die Verantwortung, egal wie viel KI an seiner Entstehung beteiligt war.
Artikel
Meine Artikel entstehen KI-unterstützt. Ich wähle Thema und Quellen aus, gebe Studien und Meldungen vor und lege die These fest. Die KI erstellt daraus einen Textentwurf. Diesen prüfe und überarbeite ich so lange, bis er meine Einschätzung wiedergibt. Erst dann geht er online.
Warum so? KI ersetzt bei mir nicht die Redaktion, sondern das Schreiben des Rohentwurfs. Nur dadurch kann ich als Einzelperson ein Themenfeld kontinuierlich beobachten und einordnen, für das sonst ein Redaktionsteam nötig wäre. Es geht nicht um mehr Content, sondern darum, dass fundierte Einordnung aktueller Entwicklungen als Ein-Personen-Projekt überhaupt möglich bleibt.
So prüfe ich
Weil hier keine zweite Person gegenliest, halte ich mich an feste Regeln:
- KI ist keine Quelle. Jede Zahl, jedes Zitat und jede Studie prüfe ich an der Originalquelle. Was die KI als Beleg liefert, gilt erst dann als belegt, wenn ich die Quelle selbst geöffnet und gelesen habe.
- Nicht prüfbar heißt nicht drin. Zahlen, die ich nicht verifizieren kann, lasse ich weg oder kennzeichne sie ausdrücklich als unsicher.
- Die KI darf kritisieren, entscheiden tue ich. Ich lasse Entwürfe gezielt hinterfragen: Wo ist die Argumentation schwach, wo fehlt ein Gegenargument, wo wird zu stark verallgemeinert? Die Hinweise wäge ich ab. Manche übernehme ich, viele nicht.
Findest Du trotzdem einen Fehler, schreib mir. Ich korrigiere ihn.
Rechtlich müsste ich das alles nicht offenlegen: Die Kennzeichnungspflicht des EU AI Act (Art. 50) für KI-generierte Texte zu Themen von öffentlichem Interesse entfällt, wenn ein Mensch die Texte redaktionell prüft und die Verantwortung dafür trägt. Ich lege es trotzdem offen, weil Transparenz für mich keine Pflichtübung ist.
Themenfindung und Recherche
KI hilft mir, die Nachrichtenlage zu sichten und auf neue Studien und Meldungen aufmerksam zu werden. Ob ein Thema relevant ist und was davon stimmt, entscheide ich erst nach der Lektüre der Originalquelle.
Podcast-Zusammenfassungen
Die Zusammenfassungen zu den Folgen von „Web, But Green!“ entstehen aus den Transkripten der tatsächlich aufgenommenen Episoden. Die KI fasst also meine eigenen gesprochenen Inhalte zusammen, sie erfindet nichts Neues. Vor der Veröffentlichung gleiche ich jede Zusammenfassung mit der Folge ab.
Artikelbilder
Die Bilder zu den Beiträgen sind KI-generiert, nach einem bewusst minimalistischen Styleguide: geometrische Formen, wenige Farben, kleine Dateigrößen. Sie sind rein symbolisch und zeigen keine realen Personen, Orte oder Ereignisse. Ein solches Bild ist deutlich datensparsamer als das übliche Stockfoto.
Design, Technik und Toolbox
Das Hugo-Template dieser Seite wurde mit KI-Unterstützung entwickelt und konsequent auf minimales Datenvolumen optimiert. Das Ergebnis kannst Du jederzeit selbst prüfen, etwa mit dem Ecograder.
Auch die Werkzeuge in der Toolbox entstehen unter Zuhilfenahme von KI: Sie schreibt den Code, Konzept, Anforderungen und Tests kommen von mir. Die Tools selbst folgen denselben Prinzipien wie die Website: statisch, datensparsam, ohne Tracking.
Datenschutz bei der KI-Nutzung
Personenbezogene Daten von Dir, von Newsletter-Abonnenten oder von Beratungskunden gebe ich nicht in KI-Werkzeuge ein. Wenn ich mit KI-Hilfe Daten auswerte, etwa Server-Logfiles, entferne ich vorher alles, was auf einzelne Personen schließen lässt.
Womit ich arbeite
- Claude (Anthropic): Textentwürfe für Artikel und Programmierung
- ChatGPT (OpenAI): Podcast-Zusammenfassungen, Artikelbilder und Recherche
Beide dienen mir außerdem als Sparringspartner für kritische Prüfungen. Auch meine LinkedIn-Posts entstehen KI-unterstützt.
Was KI nicht macht
Genauso wichtig wie die Offenlegung ist die Abgrenzung:
- Mein Podcast ist echt gesprochen, keine synthetische Stimme.
- Mein Buch „Nachhaltige Websites“ (Springer) entstand vollständig ohne KI-Hilfe.
- Alle Meinungen, Positionen, Bewertungen und Themeninputs auf dieser Seite sind komplett meine.
- Die KI entscheidet nicht, was veröffentlicht wird. Das mache ich.
Und der Energieverbrauch?
KI-Inferenz kostet Energie, das verschweige ich nicht. Seriös beziffern lässt sich der Fußabdruck einzelner Anfragen derzeit allerdings nicht, und genau deshalb nenne ich hier keine Fantasiezahlen.
Stattdessen stelle ich mir vor jedem Einsatz dieselbe Frage wie bei jedem Request auf einer Website: Braucht es das wirklich? Ich setze KI dort ein, wo sie Aufwand ersetzt, nicht um Output zu multiplizieren. Kein Tokenmaxxing, sondern Datensparsamkeit, auch bei Prompts. KI-Datenhygiene eben.
Diese Erklärung bezieht sich auf datensm.art. Sie entwickelt sich mit meinem KI-Einsatz weiter.
Fragen dazu? Schreib mir.
Stand: Oktober 2026