Webseiten testen (Impuls 03/24)

Impuls

Genau wie Bücher, Textilien oder Kaffeetassen haben auch Webseiten und Software einen CO₂-Fußabdruck, den man abschätzen und optimieren kann. Dazu reicht manchmal schon ein kurzer Blick auf eine Seite. Oder man nutzt einfache Tools, um einen besseren Eindruck zu gewinnen oder Seitenbetreiber auf unnachhaltige Angebote hinzuweisen. Eine tiefergehende Analyse mit einfach umsetzbaren Verbesserungsvorschlägen bekommst Du direkt vom CO₂-Doc.

Genau wie Bücher, Textilien oder Kaffeetassen haben auch Webseiten und Software einen CO₂-Fußabdruck, den man abschätzen und optimieren kann. Dazu reicht manchmal schon ein kurzer Blick auf eine Seite. Oder man nutzt einfache Tools, um einen besseren Eindruck zu gewinnen oder Seitenbetreiber auf unnachhaltige Angebote hinzuweisen. Eine tiefergehende Analyse mit einfach umsetzbaren Verbesserungsvorschlägen bekommst Du direkt vom CO₂-Doc.

Shownotes:

Auch eine Website hat einen Fußabdruck

Ein Buch, ein T-Shirt, die Kaffeetasse auf meinem Schreibtisch: Alles hat einen CO₂-Fußabdruck. Bei einer Website überrascht das viele trotzdem. Dabei lässt sich ihr Fußabdruck genauso optimieren, vor allem über das Datenvolumen und das Hosting. Die Frage ist nur, wie Du ihn überhaupt siehst.

Der erste Blick verrät schon viel

Manchmal reicht es, eine Seite bewusst anzuschauen. Viele große Bilder, Videos, die von selbst starten, ein langsamer Aufbau oder ein Layout, das springt, weil im Hintergrund noch Bilder nachgeladen werden: Dann wurde die Seite in den allermeisten Fällen nicht auf Datensparsamkeit optimiert.

Umgekehrt gilt das aber nicht. Eine schnelle Seite ist nicht automatisch eine sparsame Seite. Wer schwache Technik einfach mit stärkerer Hardware ausgleicht, bekommt Tempo, aber keine Nachhaltigkeit. Deshalb braucht es Werkzeuge.

Zwei Tools für den Einstieg

Der Website Carbon Calculator ist der einfachste Einstieg. Du gibst eine Adresse ein und bekommst eine Einstufung von A+ bis F, ähnlich wie bei den Energieeffizienzklassen von Elektrogeräten. Außerdem zeigt das Tool an, ob die Seite wahrscheinlich grün gehostet ist. Ein positives Ergebnis kannst Du ernst nehmen. Ein negatives heißt nur, dass kein Nachweis gefunden wurde.

Beacon geht einen Schritt weiter, und ich mag es mehr. Denn eine Angabe wie 1,5 Megabyte pro Seite finde ich aussagekräftiger als 0,5 Gramm CO₂. Ein Grammwert ist immer das Ergebnis eines Rechenmodells, das Datenvolumen ist dagegen gemessen. Beacon schlüsselt außerdem auf, wie viele Skripte, Schriften und Bilder geladen werden und wie viel Datenvolumen jeweils dahintersteckt.

Tipp
Achte bei Beacon auf den Vergleich zwischen First Visit und Return Visit. Beim zweiten Besuch sollten nur noch rund 10 Prozent der Daten des ersten Besuchs fließen. Liegt der Wert deutlich darüber, ist meist kein Caching eingerichtet.

Ergebnisse teilen statt nur ärgern

Den Ergebnislink kannst Du weitergeben. Gerade Unternehmen, die sich Nachhaltigkeit auf die Fahne schreiben, reagieren oft überrascht, wenn ihre Website nur ein F bekommt. Eine kurze, freundliche Nachricht mit dem Link bewirkt mehr als jede Beschwerde. Und wenn Du Deine eigene Seite optimierst, hilft Dir die Historie der letzten Prüfungen bei Beacon, den Fortschritt zu sehen.

Info
Diese beiden Tools sind ein Einstieg, keine vollständige Analyse. Weitere Werkzeuge stelle ich in der Folge 3 kostenlose Tools zum Testen von Webseiten vor.

Teste heute drei Seiten, die Du oft besuchst, und schick einem Betreiber das Ergebnis.

Was nicht gemessen wird, wird auch nicht optimiert.