Lokales Netzwerk optimieren (Impuls 11/24)

Impuls

Man muss nicht immer in die Ferne schweifen, auch im eigenen Netzwerk gibt es einige Potenziale. So muss zum Beispiel das WLAN nicht 365/24/7 eingeschaltet sein oder man kann die Sendeleistung ohne Qualitätseinbußen drosseln. Zudem kann es hilfreich sein, den Datentransfer zu überwachen und so die großen Quellen für Datenübertragungen zu finden und zu optimieren. Hör dir die Tipps des CO₂-Doc zu diesem Thema an.

Man muss nicht immer in die Ferne schweifen, auch im eigenen Netzwerk gibt es einige Potenziale. So muss zum Beispiel das WLAN nicht 365/24/7 eingeschaltet sein oder man kann die Sendeleistung ohne Qualitätseinbußen drosseln. Zudem kann es hilfreich sein, den Datentransfer zu überwachen und so die großen Quellen für Datenübertragungen zu finden und zu optimieren. Hör dir die Tipps des CO₂-Doc zu diesem Thema an.

Shownotes:

Das Gerät, das nie schläft

Kaum ein Gerät im Haushalt läuft so konsequent rund um die Uhr wie der Router. Viele von uns haben eine Fritzbox, ich auch, deshalb beziehen sich meine Erfahrungen auf sie. Die Stromkosten einer einzelnen Box im Jahr wirken überschaubar. Rechnet man das aber auf die Millionen Router in Deutschland hoch, kommen erhebliche Strommengen zusammen. Und jede eingesparte Kilowattstunde zählt dann eben millionenfach.

WLAN nur, wenn es gebraucht wird

WLAN hat Nachteile, die wir aus Bequemlichkeit gern übersehen. Es ist manchmal instabil, Netze stören sich gegenseitig, und Angreifer haben es leichter. Mein erster Rat deshalb: Verkabele alle Geräte, die ohnehin fest stehen. In unserem Büro haben wir das WLAN komplett abgeschaltet und arbeiten nur noch über Kabel.

Wer nicht ganz verzichten will, hat zwei einfache Stellschrauben. Erstens lässt sich das WLAN nachts und am Wochenende automatisch abschalten. Je nach Schätzung spart das rund 10 Prozent Strom, und wer nachts nicht funkt, bietet auch keine Angriffsfläche. Zweitens kannst Du die Sendeleistung reduzieren. Ab Werk steht sie bei 100 Prozent. Ich habe sie auf etwa 12 Prozent gesenkt, und das WLAN funktioniert immer noch einwandfrei.

Tipp
In der Fritzbox findest Du beides unter WLAN: die Zeitschaltung für nachts und am Wochenende und die Einstellung der Sendeleistung. Reduziere die Leistung schrittweise und prüfe jeweils in der entferntesten Ecke Deiner Wohnung, ob der Empfang noch reicht.

Abschalten, was niemand nutzt

Der zweite Impuls geht über das WLAN hinaus. Ein lokaler Server, auf den am Wochenende niemand zugreift, muss nicht durchlaufen. Die meisten Systeme lassen sich zeitgesteuert herunter- und am Montagmorgen wieder hochfahren. Standby-Verbraucher hängst Du an schaltbare Steckdosenleisten. Und wo Du dauerhaft eingeloggt bist, lohnt es sich, Dich gelegentlich abzumelden, denn eingeloggte Dienste übertragen im Hintergrund weiter Daten.

Messen, bevor Du optimierst

Der dritte Impuls ist der wichtigste: Wer optimieren will, braucht Zahlen. Die Fritzbox zeigt im Online-Monitor einen Onlinezähler, getrennt nach heute, gestern, aktueller Woche, aktuellem Monat und Vormonat. Wenn Du etwas umstellst, siehst Du dort, ob tatsächlich weniger Daten fließen.

Info
Internettelefonie und IPTV erfasst der Onlinezähler nicht. Wer viel über das Internet fernsieht, sieht dort also nur einen Teil seines tatsächlichen Datenvolumens.

Für den Rechner gibt es Browser-Erweiterungen wie Carbonalyser für Firefox und Chrome. Sie zeigen Dir am Ende des Tages, wie viele Daten Du erzeugt hast, inklusive einer CO₂-Schätzung. Ein Ausreißer? Dann waren es vielleicht die vielen Videokonferenzen oder der Film am Abend.

Was Du nicht misst, kannst Du nicht verbessern, und was Du nicht brauchst, musst Du nicht einschalten.