Audio-Streaming verbessern (Impuls 19/24)

Wenn Du die Möglichkeit hast, auf nachhaltigere Übertragungswege umzustellen, dann solltest Du das in Betracht ziehen, um Strom und CO₂-Emissionen einzusparen. Radio hören über DAB+ oder Satellit ist besser als Online-Radio. Podcasts solltest Du über kabelgebundene Verbindungen laden und dann zum Beispiel beim Joggen oder dem Weg zur Arbeit offline anhören. Diese und weitere Tipps hat der CO₂-Doc in dieser Episode.
Alles auf einer Leitung
In den letzten Jahren haben wir fast alles auf eine einzige Leitung gelegt. Fax, Radio, Fernsehen: Alles läuft heute über den Internetanschluss. Das ist bequem, weil wir alles mit Laptop oder Smartphone erledigen können. Es hat aber einen Haken. Die Übertragung über das Internet braucht in der Regel mehr Strom als die alten Übertragungswege. Audio ist dabei deutlich sparsamer als Video, ein paar einfache Umstellungen lohnen sich trotzdem.
Radio: Rundfunk vor Internet
Viele hören Radio inzwischen über das Internet. Wenn Dein Radio einen festen Platz hat, schließ es per Kabel statt per WLAN an. Noch besser ist ein klassischer Empfangsweg. Viele Radios und Fernseher können DAB+ oder hängen an einer Satellitenschüssel. Darüber Radio zu hören, ist nachhaltiger als ein Internetstream.
Wenn Du dafür den Fernseher nutzt, schalte das Bild ab oder versetze den Bildschirm in einen dunklen Modus. Ein Fernseher, der nur Ton liefert, braucht deutlich weniger Strom. Und wenn Du Radio ohnehin nur nebenbei hörst, reicht oft eine niedrigere Übertragungsrate, ohne dass Du einen Unterschied merkst.
Podcasts: laden statt streamen
Der zweite Impuls betrifft Podcasts, auch diesen hier. Lade Folgen zu Hause über das WLAN oder besser per Kabel herunter, statt sie unterwegs über das Mobilfunknetz zu streamen. Das braucht deutlich weniger Strom.
Dazu kommt ein Punkt, den viele übersehen: Wer zahlreiche Podcasts abonniert hat, lädt oft automatisch Folgen herunter, die er nie hört. Stell den automatischen Download ab und lade nur, was Du wirklich hören willst. Folgen, die Du nicht mehr hören wirst, löschst Du. Sonst ist es nach meiner Definition einfach Datenmüll.
Websites: bitte keine Hintergrundmusik
Der dritte Impuls richtet sich an alle, die Websites bauen. Bitte verzichtet auf Hintergrundmusik. Und wenn es sie unbedingt geben muss, dann so, dass Besucher sie abschalten können. Den Ton am Rechner stumm zu schalten, hilft nämlich nicht. Die Daten werden trotzdem übertragen, so wie eine Spam-Mail auch dann Strom kostet, wenn sie im Spam-Ordner landet.
Der leiseste Ton ist der, der gar nicht erst übertragen wird.