Mein nachhaltiger Adventskalender

In kurzen 5-minütigen Episoden gebe ich Dir jeweils 3 konkrete Tipps, um den Stromverbrauch und damit den negativen Umwelteinfluss Deiner Online-Aktivitäten unmittelbar zu verkleinern - sowohl beruflich als auch im privaten Umfeld. Und das natürlich ohne zukünftig auf etwas zu verzichten. Du solltest vielleicht nur manche Dinge anders machen, das ist das Geheimnis. Lass Dich vom CO₂-Doc inspirieren in dieser 24-teiligen Serie.
Shownotes:
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Ein Kalender gegen den Kaufrausch
Diese Folge ist am 29. November 2024 erschienen, am Black Friday. An keinem anderen Tag im Jahr wird so offensiv zum Kaufen aufgerufen. Ich habe den Tag bewusst gewählt und ihn unter das Motto Green Friday gestellt. Statt „Was kann ich heute noch mitnehmen?“ lautet die Frage: „Was kann ich heute weglassen?“
Daraus ist mein nachhaltiger Adventskalender entstanden: 24 kurze Folgen, jede unter fünf Minuten, jede mit drei Tipps, die Du sofort umsetzen kannst. Ob Einsteiger oder Profi, beruflich oder privat, es ist für jeden etwas dabei. Die Idee ist älter. 2021 habe ich schon einmal einen Adventskalender mit 24 Posts auf LinkedIn veröffentlicht. Für den Podcast habe ich ihn überarbeitet und um neue Themen ergänzt. Medienpartner konnte ich dafür nicht gewinnen, also habe ich es einfach selbst gemacht.
Digitaler Müll ist kein Naturgesetz
Den Wasserhahn drehst Du zu, wenn das Glas voll ist. Lebensmittel wirfst Du nicht einfach weg. Beim Digitalen fehlt uns dieser Reflex, weil wir den Müll nicht sehen. Er liegt als vergessene Datei in einer Cloud oder läuft als Video durch die Leitung, obwohl niemand mehr hinschaut.
Für die Serie arbeite ich mit zwei groben Faustwerten. Ein Gigabyte, das nur irgendwo gespeichert bleibt, kostet rund 100 Gramm CO₂ pro Jahr. Ein Gigabyte, das übertragen wird, rund 360 Gramm. Beides sind Durchschnittswerte, die stark vom Strommix abhängen. Die Richtung stimmt aber: Daten, die weder gespeichert noch übertragen werden, verursachen gar nichts.
Ich mache mir nichts vor. Mit 24 Tipps rettet niemand die Welt. Aber jeder Tipp vermeidet Verschwendung, und genau darum geht es bei digitaler Suffizienz. Du musst auf nichts verzichten. Du machst nur manche Dinge anders.
Wo die 850 Kilogramm wirklich herkommen
Das Öko-Institut hat den CO₂-Fußabdruck unseres digitalen Lebensstils auf rund 850 Kilogramm pro Person und Jahr geschätzt. Spannend wird es beim Blick auf die Aufteilung. Rund 40 Prozent entfallen auf die Herstellung der Geräte, also auf Fernseher, Laptop und Smartphone, noch bevor sie zum ersten Mal eingeschaltet werden. Die Datennetze machen in dieser Rechnung knapp 9 Prozent aus. Die Prozentwerte habe ich als grobe Überschlagsrechnung aus den Zahlen des Öko-Instituts ermittelt.
Das heißt nicht, dass Datenübertragung egal ist. Es heißt aber, dass einer der größten Hebel nicht im Netz liegt, sondern in Deiner Schublade. Deshalb geht es im Kalender nicht nur um Daten, sondern auch um Ökostrom, die Zugangsart zum Internet und darum, Hardware länger zu nutzen, im Kreislauf zu halten oder gebraucht zu kaufen.
So holst Du am meisten aus den 24 Türchen
In meiner Beratung erlebe ich immer wieder dasselbe: Wer sich zehn Maßnahmen auf einmal vornimmt, setzt am Ende keine davon um. Der Kalender ist deshalb bewusst kleinteilig gebaut. Jeden Tag ein Thema, jeden Tag drei Tipps, und Du entscheidest, welcher davon zu Dir passt.
Los geht es mit dem ersten Türchen: Mehr Ökostrom nutzen. Und wenn Dir die Serie gefällt, teile sie mit Menschen, die ich auf LinkedIn nicht erreiche.
Die nachhaltigsten Daten sind die, die es nie gegeben hat.