Dark Mode nutzen (Impuls 07/24)

Impuls

Viele nutzen den Dunkel-Modus bereits auf ihrem Smartphone, um Strom zu sparen. Darüber hinaus schont er die Augen. Auch auf Desktop-PCs kann er einfach systemweit oder für einzelne Programme aktiviert werden. Auf Webseiten ist er eigentlich obligatorisch, um Menschen mit Einschränkungen nicht auszugrenzen, Stichwort Barrierefreiheit. Der CO₂-Doc gibt dir wichtige Tipps zu diesem aktuellen Thema.

Viele nutzen den Dunkel-Modus bereits auf ihrem Smartphone, um Strom zu sparen. Darüber hinaus schont er die Augen. Auch auf Desktop-PCs kann er einfach systemweit oder für einzelne Programme aktiviert werden. Auf Webseiten ist er eigentlich obligatorisch, um Menschen mit Einschränkungen nicht auszugrenzen, Stichwort Barrierefreiheit. Der CO₂-Doc gibt dir wichtige Tipps zu diesem aktuellen Thema.

Zurück zu den Anfängen

Wer wie ich mit Monochrom-Monitoren groß geworden ist, kennt den Dark Mode seit Jahrzehnten: schwarzer Hintergrund, helle Schrift. Heute ist es meistens umgekehrt. Helle, grelle Flächen wirken ansprechender, und Werbung wird darauf häufiger angeklickt. Nur brauchen sie auf vielen modernen Bildschirmen auch mehr Strom.

Warum Schwarz Strom spart

Fast alle neueren Smartphones haben OLED-Bildschirme. Dort leuchtet jeder Pixel selbst, und ein schwarzer Pixel bleibt einfach aus. Je mehr dunkle Fläche, desto weniger Strom. Das ist keine Ja-Nein-Frage, sondern eine Skala: Schwarz braucht am wenigsten, Weiß am meisten. Designer können das gezielt nutzen.

Info
Der Effekt gilt vor allem für OLED-Bildschirme. Bei klassischen LCD-Monitoren leuchtet die Hintergrundbeleuchtung immer, egal ob das Bild hell oder dunkel ist. Am Desktop sparst Du mit dem Dark Mode deshalb oft kaum Strom, am Smartphone dagegen merkst Du es an der Akkulaufzeit.

Erst testen, dann urteilen

Viele lehnen den Dark Mode ab, ohne ihn je ausprobiert zu haben. Dabei nutzen erstaunlich viele auf dem Smartphone längst einen dunklen Hintergrund. Mein Rat: Leg das Vorurteil kurz beiseite und probier es aus.

Du musst dabei nicht alles auf einmal umstellen. Die konsequente Variante stellt das ganze System auf dunkel, ob Android oder Windows. Das wirkt anfangs gewöhnungsbedürftig, die Farben bleiben aber erhalten, nur der Hintergrund wird dunkel. Die gemäßigte Variante stellt einzelne Programme um, etwa Office, den Browser, das Mailprogramm oder LinkedIn.

Tipp
Stell heute nur Deinen Browser auf Dark Mode um und nutze ihn eine Woche lang so. Viele Websites erkennen diese Einstellung und zeigen sich dann automatisch in ihrer dunklen Variante.

Wahlfreiheit auf der eigenen Website

Wer eine Website verantwortet, sollte beim nächsten Relaunch mindestens einen Umschalter zwischen hell und dunkel einplanen, oder die Einstellung des Browsers automatisch übernehmen. Das ist auch eine Frage der Barrierefreiheit. Manche Menschen vertragen grelle Flächen schlecht, andere lesen helle Schrift auf dunklem Grund schlechter. Ein Dark Mode ist deshalb kein Ersatz für ein helles Design, sondern eine Wahlmöglichkeit.

Die beste Farbe ist die, die Dein Gegenüber selbst wählen darf.