Inaktive Accounts löschen (Impuls 16/24)

Wir alle haben inaktive Accounts. Das können Mailadressen, Social-Media Zugänge oder Zugangsdaten für Online-Shops sein, die wir irgendwann genutzt, dann aber vergessen haben. Das kostet zwar kein Geld, aber unnötig Ressourcen, Speicherplatz und CO₂-Emissionen. Und kann auch ein Sicherheitsproblem sein, wie der CO₂-Doc in dieser Folge erläutert.
Shownotes:
Hunderte Milliarden vergessene Konten
Wie viele inaktive Accounts hast Du? Ich weiß es bei mir ehrlich gesagt nicht. Nehmen wir an, jeder hätte im Schnitt 100. Bei rund 5 Milliarden Internetnutzern wären das 500 Milliarden ungenutzte Konten, als grobe Überschlagsrechnung. Manche davon sind winzig. Andere enthalten Fotos, Mails und Dokumente, die irgendwo auf einem Server liegen, gesichert, gespiegelt und mit Strom versorgt, obwohl niemand sie je wieder anschaut.
Mailkonten und Weiterleitungen aufräumen
Der erste Impuls betrifft E-Mail. Halte die Zahl Deiner Mailadressen möglichst klein, privat wie im Unternehmen. Jede Adresse landet irgendwann auf Spamlisten und zieht dann dauerhaft unerwünschte Post an. Alte Konten, die nur noch auf eine neue Adresse weiterleiten, kannst Du in den meisten Fällen ganz löschen.
In Unternehmen kommen die Postfächer ehemaliger Mitarbeitender dazu. Oft laufen Mails dort jahrelang in ein schwarzes Loch. Hier lohnt sich eine klare Regel, auch wegen der DSGVO. Und wer einen Newsletter verschickt, sollte solche Adressen auch aus seinem Verteiler entfernen.
Social-Media-Konten, die keiner mehr nutzt
Der zweite Impuls ist größer. Bei mir war es zum Beispiel Xing: Als sich die Plattform neu ausgerichtet hat, war sie für mich irrelevant, also habe ich den Account komplett gelöscht. Bei Twitter, heute X, habe ich mich zurückgezogen, weil die Entwicklung der Plattform nicht mehr zu meinen Werten passte. Und Mastodon habe ich ausprobiert, konnte dort aber keine Community aufbauen, die den Aufwand gerechtfertigt hätte. Also auch dort: gelöscht.
An solchen Konten hängen oft nicht nur ein paar Kilobyte, sondern Mega- oder Gigabyte an Daten, je nachdem, wie intensiv Du sie genutzt hast.
Shop-Konten sind ein Sicherheitsrisiko
Der dritte Impuls betrifft die vielen kleinen Onlineshops, bei denen Du irgendwann einmal ein Konto angelegt hast. Dort liegen Deine Adresse, Deine Telefonnummer, Dein Passwort, im ungünstigsten Fall sogar Zahlungsdaten. Wird so ein Shop gehackt, liegen diese Daten bei Fremden. Ein vergessenes Konto ist also nicht nur Datenmüll, sondern ein offenes Fenster.
Ein gelöschter Account kann nicht mehr gehackt werden und braucht keinen Strom mehr.