Spam-Mails reduzieren (Impuls 21/24)

Impuls

Unerwünschte Mails sind ein strukturelles Internet-Problem, da sie im Prinzip kostenlos versendet werden können. Viele werden schon vom Provider gefiltert, aber einige gelangen immer noch in unser Postfach. Bei Newslettern ist oft ein Abbestellen möglich, in anderen Fällen kann eine Nachricht an den zuständigen Datenschutzbeauftragten Abhilfe schaffen. Was Du sonst noch gegen Spam tun kannst, erklärt der CO₂-Doc in dieser Folge.

Unerwünschte Mails sind ein strukturelles Internet-Problem, da sie im Prinzip kostenlos versendet werden können. Viele werden schon vom Provider gefiltert, aber einige gelangen immer noch in unser Postfach. Bei Newslettern ist oft ein Abbestellen möglich, in anderen Fällen kann eine Nachricht an den zuständigen Datenschutzbeauftragten Abhilfe schaffen. Was Du sonst noch gegen Spam tun kannst, erklärt der CO₂-Doc in dieser Folge.

Shownotes:

Aus den Augen, aber nicht aus dem Netz

Täglich werden rund 300 Milliarden Mails verschickt, ein großer Teil davon ist Spam. Vieles fangen die Provider ab, aber bei mir landen trotzdem jeden Tag fünf bis zehn unerwünschte Mails im Postfach. Das Grundproblem: Der Versand kostet praktisch nichts außer Strom und Infrastruktur, und Mails haben kein Verfallsdatum. Was einmal angekommen ist, bleibt liegen, bis jemand es löscht.

Info
Korrektur zur Folge: Im Audio spreche ich von 300 Milliarden Spam-Mails pro Tag. Gemeint ist das gesamte tägliche Mailaufkommen, von dem je nach Statistik 50 bis 80 Prozent Spam sind. So habe ich es auch im Impuls Mail-Kommunikation verbessern erklärt.

Die eigene Adresse schützen

Der erste Impuls ist der einfachste: Gib Deine persönliche Mailadresse nie im Klartext öffentlich an. Im Impressum muss eine Adresse stehen, dafür nimmst Du eine allgemeine. Was dort ankommt, erkennst Du schnell als Spam.

Mach Deine Adresse außerdem schwer zu erraten. Vorname.Nachname@Firma ist das erste Muster, das Spammer ausprobieren. Ein etwas anderer Aufbau hilft schon. Und natürlich nutzt Du einen Spamfilter. Die meisten Anbieter haben einen eingebaut, im Unternehmen gehört er zur Grundausstattung.

Abbestellen statt wegsortieren

Ein großer Teil der unerwünschten Post sind Newsletter, die Du nie abonniert hast. Viele schieben sie einfach in den Spamordner. Für Dich ist das Problem damit gelöst, für die Umwelt nicht. Die Mails kommen weiter an, belegen Speicherplatz und brauchen Strom.

Tipp
Sortiere heute nichts in den Spamordner, sondern klick bei jedem unerwünschten Newsletter auf den Abmeldelink. Seriöse Newsletter haben ihn immer, meist ganz unten.

Funktioniert das nicht, beschwer Dich bei der Firma. Für Werbemails ohne Einwilligung gibt es klare Regeln, und im Zweifel auch rechtliche Mittel.

Die härteren Geschütze

Wenn auch das nichts hilft, kannst Du den Datenschutzbeauftragten des Unternehmens anschreiben. Ab einer gewissen Größe muss jede Firma einen haben. Oder Du gehst eine Ebene höher zur Datenschutzaufsicht Deines Bundeslandes. Ich habe beides schon gemacht und war überrascht, wie schnell eine Antwort kam, auch beim Absender.

Ehrlicherweise wirkt das vor allem bei Absendern in Deutschland und der EU. Ein Großteil des Spams kommt aber von internationalen oder zweifelhaften Absendern, die sich kostenlos neue Adressen anlegen. Würde jede Mail einen winzigen Betrag kosten, hätten wir deutlich weniger Spam. Realistisch ist das leider nicht.

Mein Hardcore-Tipp zum Schluss: Wenn ein Unternehmen hartnäckig Werbung ohne Einwilligung schickt, mach es öffentlich in den sozialen Medien. Du glaubst nicht, wie schnell Firmen reagieren, wenn ihr Image auf dem Spiel steht.

Eine abbestellte Mail ist die einzige, die nie wieder Strom kostet.