E-Mail-Newsletter managen (Impuls 13/24)

E-Mail-Newsletter gehören auch in Zeiten von Social Media in jeden Marketing-Mix. Oft sind die Templates nicht optimiert oder Bilder werden eingebunden statt verlinkt. Das ist genauso überflüssig und umweltschädlich wie den Verteiler nicht zu bereinigen. Und es kann sogar gegen die DSGVO verstoßen. Setze die Tipps des CO₂-Doc unbedingt um für mehr digitale Nachhaltigkeit.
Kleine Dateien, große Verteiler
Ein Kilobyte klingt nach nichts. Bei 1.000 Empfängern ist es schon ein Megabyte pro Versand. Verschickst Du jede Woche einen Newsletter, sind es übers Jahr rund 50 Megabyte, nur für dieses eine eingesparte Kilobyte. Bei einem Newsletter ist jede Optimierung im Template eine, die sich mit jedem Empfänger und jeder Ausgabe vervielfacht.
Und der Newsletter ist alles andere als tot. Fast jedes Unternehmen verschickt einen. Wer den Versand selbst in der Hand hat, kann ihn klein halten, ohne auf Inhalt oder Gestaltung zu verzichten.
Ein sauberer Verteiler
Mein erster Tipp betrifft die Adressen. Du bist ohnehin zur Datensparsamkeit verpflichtet: Erfasse nur, was Du für den Versand wirklich brauchst, im Zweifel nur die E-Mail-Adresse. Alles andere ist freiwillig. Nebenbei brechen dann auch weniger Interessenten die Anmeldung ab.
Dann das Tracking. Musst Du wirklich wissen, dass Empfänger X Link Y geklickt hat? Dafür brauchst Du eine Einwilligung. Reicht Dir die Zahl der Klicks, genügen Kampagnenparameter, die Du zum Beispiel in Matomo auswertest. Und schließlich: Ungültige Adressen fliegen konsequent aus dem Verteiler. Jede Mail an eine tote Adresse ist Datenverkehr ohne jeden Nutzen.
Ein schlankes Template
Beim Template gelten dieselben Regeln wie bei normalen Mails: Bilder verlinken statt einbetten, Anlagen verlinken statt mitschicken. Das hält Deine Mails klein und die Postfächer Deiner Empfänger leer.
Ich gebe zu: Ich gehöre zu den wenigen, die nachschauen, wie groß ein Newsletter ist. Kleine Newsletter lese ich lieber, und manchmal schicke ich sogar ein Lob. Ganz so nerdig sind die meisten nicht, aber ein schlanker Newsletter lädt schneller und wird seltener abbestellt.
Professionell versenden
Es gibt sie noch, die Pressemitteilung, die per Outlook an einen BCC-Verteiler geht. Ohne persönliche Anrede, mühsam zu pflegen und ohne jede Kontrolle. Spätestens ab 50 bis 100 Empfängern lohnt sich eine richtige Versandsoftware. Achte bei der Auswahl darauf, ob sie lokal läuft oder in der Cloud, und wenn in der Cloud, ob sie grün gehostet ist. Professionelle Lösungen bringen in der Regel auch Double-Opt-in und DSGVO-konforme Abläufe mit. Das kostet vielleicht etwas Geld, aber Umweltschutz und Rechtssicherheit gibt es selten gratis.
Ein guter Newsletter wird gelesen, ein schlanker Newsletter wird gern gelesen.