Offline-Zeiten definieren (Impuls 24/24)

Die wirkungsvollste Maßnahme für weniger Stromverbrauch und CO₂-Emissionen ist gleichzeitig die am schwersten umsetzbare: einfach mal offline gehen und diese Zeitfenster ohne ständige Erreichbarkeit und Benachrichtigungen durch Apps genießen. Digitale Achtsamkeit und Digital Detox stärken unsere mentale Gesundheit und verringern Stress. Mach mit und schaffe Dir Freiräume!
Der wichtigste Impuls kommt zum Schluss
23 Impulse lang ging es darum, wie wir das Internet sparsamer nutzen. Der letzte Impuls geht einen Schritt weiter: Zeiten, in denen wir gar nicht online sind. Zeit für die Natur, für Gespräche, für ein Buch oder für Sport. Diese Zeit ist uns mit dem Internet oft abhandengekommen. Offline zu sein, ist die wirkungsvollste Maßnahme dieser ganzen Serie und gleichzeitig die schwierigste.
Im Beruf: Grenzen ziehen
Eine einfache Vereinbarung ist: Smartphone weg, wenn wir mit anderen sprechen. In Meetings, in der Mittagspause, in der Kaffeeküche. Jemanden für das Smartphone links liegen zu lassen, ist schlicht unhöflich.
Schwieriger ist der Feierabend. Natürlich gibt es Ausnahmen. Wer Webserver betreut, kann bei einem Ausfall am Samstag nicht bis Montag warten, das kenne ich selbst. Aber das lässt sich vereinbaren, statt ständige Erreichbarkeit zum Normalfall zu machen. Ich gebe zu: Ich lasse mich nach Feierabend selbst noch zu oft in die Arbeit hineinziehen.
Im Privaten: gemeinsame Regeln
Der zweite Impuls betrifft die Menschen, mit denen Du zusammenlebst. Beim Essen bleibt das Smartphone liegen. Ab einer bestimmten Uhrzeit schaut niemand mehr drauf. Für Eltern gilt dabei: Die Regel gilt auch für Euch, sonst seid Ihr das schlechteste Vorbild.
Wer es allein nicht schafft, kann sich selbst austricksen.
Für Dich selbst: zurückholen, was fehlt
Der dritte Impuls ist der persönlichste. Erinnere Dich, wie Du Deine Freizeit vor dem Internet verbracht hast. Wahrscheinlich mit mehr Sport, mehr Hobbys, mehr Büchern. Unsere Freizeit ist nicht im selben Maß gewachsen wie unsere Zeit online, also haben wir etwas dafür aufgegeben. Hol Dir davon etwas zurück. Ob Du es digitale Achtsamkeit nennst oder Digital Detox: Schaff Dir bewusst Auszeiten, in denen Social Media und Nachrichten einfach warten müssen.
Gönn auch Deinen Geräten eine Pause. Trenne sie in Offline-Zeiten ganz vom Strom, statt sie im Standby laufen zu lassen.
Damit endet mein nachhaltiger Adventskalender. Alle Impulse lassen sich jederzeit umsetzen, nicht nur im Dezember. Einen Überblick über die ganze Serie findest Du im Auftakt.
Die nachhaltigste Stunde im Netz ist die, die Du offline verbringst.